Sonntag, 20.10.2019 01:12 Uhr

Spionage im Museum Niederösterreich

Verantwortlicher Autor: Peter Pokorny St. Pölten, 01.10.2019, 17:26 Uhr
Presse-Ressort von: Peter Pokorny Bericht 2833x gelesen
Museum Niederösterreich
Museum Niederösterreich  Bild: Museumsfrühling

St. Pölten [ENA] Spionage im Museum Niederösterreich! ST. PÖLTEN – Für alle, die schon neugierig darauf sind, ein wenig in der neuen Schau zu spionieren, gibt es gute Nachrichten: Die Sonderausstellung „Spionage! 39 Fälle“ wurde gestern Abend von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner eröffnet.

Spionage im Museum Niederösterreich! Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner eröffnete die neue Sonderausstellung mit Christian Rapp und Siegfried Beer ST. PÖLTEN – Für alle, die schon neugierig darauf sind, ein wenig in der neuen Schau zu spionieren, gibt es gute Nachrichten: Die Sonderausstellung „Spionage! 39 Fälle“ im Haus der Geschichte im Museum Niederösterreich wurde gestern Abend von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, dem Historiker und Geheimdienst-Experten Siegfried Beer und Christian Rapp, wissenschaftlicher Leiter des Hauses der Geschichte, eröffnet.

„Das Land Niederösterreich gedenkt mit einer Reihe von Veranstaltungen und Ausstellungen der Öffnung des Eisernen Vorhangs vor 30 Jahren, die Niederösterreich vom Rande in das Herzen Europas gerückt hat“, betonte Landeshauptfrau Johanna Mikl- Leitner anlässlich der Eröffnung. „Freiheit, Demokratie und ein funktionierender Rechtsstaat waren und sind keine Selbstverständlichkeit. Das zeigt auch die aktuelle Sonderausstellung gut. Ich bin sehr stolz, dass so viele internationale und hochkarätige Leihgaben den Weg nach St. Pölten gefunden haben und kann den Besuch der Ausstellung nur empfehlen“, so die Landeshauptfrau.

„Ab 1955 war es in Niederösterreich vor allem das ausgedehnte Grenzgebiet zur kommunistischen ČSSR, das am meisten betroffen war“, erzählte der 1948 in Scheibbs geborene Historiker und Geheimdienst-Experte Siegfried Beer. „Einerseits war es das wirtschaftlich fehlende Hinterland; andererseits die scheinbare Undurchdringbarkeit, die allerdings durch Flüchtlinge immer wieder getestet wurde. Es war gerade für die Bewohner der Grenzbezirke eine emotional belastete Zeit, denn man lebte in einem ideologisch umkämpften Gebiet. Gegenseitiges Ausspionieren war das Eine; Angst das Andere“, so Beer.

„Rund 10 Fälle befassen sich mit dem Kalten Krieg. Die Ausstellung spannt aber mit hochkarätigen Objekten den historischen Bogen von der Antike bis in die Gegenwart“, ergänzte Christian Rapp, wissenschaftlicher Leiter vom Haus der Geschichte im Museum Niederösterreich. „Dabei war es uns neben der chronologischen Entwicklung mit hochkarätigen Objekten auch wichtig, gesellschaftspolitische Fragen zu stellen“, so Rapp.

Die Ausstellung „Spionage! 39 Fälle“ erzählt Geschichten von Offizieren, Tänzerinnen, Agentinnen und Spionen, die als Verräter oder Helden in die Geschichte eingingen. Der historische Bogen spannt sich dabei von römischen Kundschaftern über die erste Computerspionage bis hin zum Fall Edward Snowden. Eine interaktive Spionage- Akademie begleitet die Ausstellung, die von Dienstag bis Sonntag und feiertags von 9:00 bis 17:00 Uhr im Haus der Geschichte im Museum Niederösterreich zu sehen ist.

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